Ein Tag in Bangkok

Nach einem dicht gedrängten Sightseeing Program durch Bangkok trafen wir uns mit einigen Bloggern zum Sonnenuntergang auf dem Helipad eines Hochhauses im neuen Teil der Stadt.

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Laut Fahrplan fuhr unser Zug um 15:04 von Phetchaburi nach Bangkok. Wer jetzt denkt, der Zug sei mit viel Verspätung dann endlich doch noch gekommen, der irrt. Thailändischer ÖV ist ziemlich pünktlich, ausser es kommt etwas dazwischen. Wir hatten Holzklasse gebucht. In diesem Zug war auch gar keine andere Klasse verfügbar. Die nächsten fünf Stunden verbrachten wir also auf unbequemen Plastikbänken.

Die Fahrt hatte aber nicht nur deswegen etwas exotisches an sich. Der Zug war nicht elektrisch getrieben sondern wurde von einer Diesellok bewegt. Der Motor befand sich ganz in unserer Nähe und so dröhnte sein Brummen ohrenbetäubend in unser Abteil. Die Fenster waren alle offen. Als Sonnenstoren gab es an jedem Fenster metallene Sichtblenden, die auf verschiedenen Höhen eingerastet werden konnten. An der Decke hingen in regelmässigen Abständen Ventilatoren, die die Hitze erträglicher machen sollten. Das Kabel des Ventilators, der über uns hing, gelangte immer am selben Punkt der Schwenkbewegung in den Schutzkäfig des Ventilatorkopfs. Die Rotorblätter gaben jeweils ein lautes „drrrring“ von sich, wenn sie über das Kabel fetzten. Zum Glück war das Kabel gut isoliert! An jeder Haltestelle stiegen Verkäufer in den Zug ein und boten Snacks und Getränke feil. Viele Zugpassagiere machten vom Angebot Gebrauch.

 

Als wir endlich in Bangkok ankamen, schmerzten unsere Hinterteile gewaltig vom langen Sitzen auf den unvorteilhaften Sitzbänken. Aber so schlimm kann es nicht gewesen sein, als wir nämlich von am Ende unseres Thailandaufenthalts von Sik Hiu wieder nach Bangkok fahren mussten, entschieden wir uns erneut für den Zug.

Chic Hostel

Das Chic Hostel* liegt gleich am Bahnhof in Bangkok. Als wir den Namen sahen, dachten wir erst, er sei eine Hommage an die frisch renovierten Räumlichkeiten. Als wir das Logo sahen, wussten wir, dass der Name aus einem klassischen Missverständnis hervorgegangen sein muss. Das Logo zeigt nämlich ein Küken. Den eigentlichen Namen könnt ihr euch denken.

 

Abgesehen vom falsch geschriebenen Namen bot uns das Hotel aber alles, was wir suchten. Nicht einmal die kalten Duschen störten uns, da es in der Stadt ohnehin unglaublich warm war. Die Lage war perfekt. Wir waren schnell am Bahnhof und China Town lag gleich um die Ecke. Dort hin führte uns dann auch die Suche nach einem Strassen Ess Stand für unser Nachtessen.

Die Strassen waren komplett verstopft mit Autos, Tuktuks, Motorrädern und Menschen, die sich ihren Weg durch das Gewühl bahnten. In einer Seitengasse stiessen wir schliesslich auf einen Stand der gutes, günstiges Pad Thai anbot. Anscheinend kann man in Bangkok genau so günstig essen, wie in der Provinz.

 

Sightseeing

Am nächsten Tag machten wir uns gemeinsam mit Michaela daran die Stadt zu erkunden. Wir trafen uns in China Town und suchten als erstes nach Little India. Als wir es endlich gefunden hatten, waren wir etwas enttäuscht. Little India bestand lediglich aus einer kleinen Strasse und da Sonntag war, blieben viele Geschäfte geschlossen. Als nächstes wollten wir mit einem Boot auf dem grossen Fluss fahren. Als wir am Quai ankamen, wurden uns nur die teuren Touristenboote angeboten. Wir wollten aber mit einem Boot fahren, das auch Einheimische benützen. Daraus wurde am Ende leider doch nichts. Stattdessen besichtigten wir die Tempelanlage von Wat Pho. Diese ist berühmt für ihren liegenden, riesigen Buddha. Neben dem Reisenbuddha gab es aber noch viele kleine kunstvoll verzierte Tempelbauten zu bestaunen. Ein Besuch, der sich wirklich gelohnt hat.

 

Weiter liefen wir entlang den Palastmauern Richtung Khao San Road, der Touristenmeile schlechthin. In einer Nebenstrasse genossen wir ein einfaches Mittagessen. Anschliessend verabschiedeten wir uns von Michaela. Sie wollte noch etwas shoppen, uns zog es auf den goldenen Berg. Dieser ist ein künstlich aufgeschütteter Berg, auf dem ein Tempel steht. Der Weg nach oben ist nicht sehr weit aber die Aussicht auf den älteren Teil von Bangkok ist super.

 

Kanalboot fahren

Mit dem Kanalboot fuhren wir schliesslich in den neuen Teil von Bangkok. Das System mit den Tickets haben wir nicht auf Anhieb kapiert: Man sagt dem Schaffner, wo man aussteigen will und bezahlt für diese Distanz. Manchmal muss man auf ein anderes Boot umsteigen, weil die einzelnen Boote nur einen bestimmten Abschnitt auf dem Kanal abdecken. Wenn die Haltestelle innerhalb der Strecke ist, die das Boot abdeckt, werden die Fahrkarten eingerissen. Muss man das Boot wechseln, erhält man Fahrkarten ohne Riss. Diese muss man dann dem nächsten Schaffner vorweisen und er reisst sie dann ein oder nicht, je nachdem, ob man noch einmal umsteigen muss. Wir waren natürlich zu blöd dafür und haben zweimal neue Fahrkarten gekauft.

 

Bloggertreffen

Im neuen Teil von Bangkok waren wir auf ein Treffen mit einigen anderen deutschsprachigen Bloggern eingeladen. Fünf von ihnen hatten sich in einer Wohnung als Blogger WG eingemietet. Gemeinsam genossen wir den Sonnenuntergang auf dem Heli Pad des Gebäudes und quatschten über dies und das und das Bloggen. Als unsere Bäuche langsam zu knurren begannen, machten wir uns auf ein Restaurant zu suchen. Wir entschieden uns für ein Mukatha Restaurant mit Buffet.

Beim Mukata steht in der Mitte des Tisches so etwas wie ein Tischgrill mit glühender Kohle. Darauf wird ein Metallgefäss platziert, das in der Mitte eine nach oben gewölbte gelochte Kuppel hat. Rund um die Kuppel verläuft eine Rinne, in die man Suppe giesst. Das Fleisch und andere Zutaten werden auf der Kuppel gebraten und der Saft läuft in die Suppe hinunter. Der Suppe kann man nach Belieben noch Gemüse und Nudeln hinzufügen. Wirklich leckerer Tischgrill. Müde und mit übervollem Bauch machten wir uns mit der Metro auf den Heimweg.

 


Wir haben lange nicht alle Sehenswürdigkeiten in Bangkok besucht. Welches ist deine Empfehlung? Verrate es uns in einem Kommentar.

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2 Kommentare zu “Ein Tag in Bangkok

  1. Das bessere Little India ist nicht in Phahurat nahe Chinatown sondern in Silom zwischen Sri Maha Mariamman Hindu Tempel und Meerazuddin Moschee.

    Aber auch in Phahurat ist es mehr als eine Strasse. Hinter dem Sikh-Tempel ist ein echt indischer Markt und der Tempel selbst ist auch einen Besuch wert. und Sonntag kennt da niemand.

    Der Food-Court in der India Mall neben dem Sikh Tempel ist ok und originaler gibt es das ganze in einigen indischen Restaurants in den dunklen Gassen einmal über die Strasse vom Sikh Tempel aus.

    1. Danke für die Ratschläge! Wr werden uns beim nächsten Mal etwas besser umsehen 🙂 Der Indische Markt war aber wirklich mehrheitlich geschlossen, alle Rolltorre zu. Kann auch ein anderer Grund gewesen sein als Sonntag…

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