Paragliding und Kultur in Phetchaburi

Starkwind Paragliding, Baumlandungen und ein Tempelfest mit Lichtermeer konnten wir in Phetchaburi erleben. Dazwischen machten wir einen kleinen Abstecher zum Strand.

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Eliane am Startplatz von Khao Den

 

Phetchaburi empfing uns mit einem 5 Tage dauernden, riesigen Tempelfest. Mitten in der Stadt waren mehrere Tempel und der ganze Hügel wo sie draufstehen mit tausenden Lichtern geschmückt. Dazu fand unten in der Stadt ein riesiger Markt mit hunderten Essensständen statt. Jeden Abend gab es ein Feuerwerk. Wir waren die einzigen Europäer weit und breit und wurden dauernd angeglotzt.

 

Phetchaburi ist nicht sehr touristisch. Keine Schilder in Englisch weit und breit. Ein krasser Unterschied zu Phuket. Wir waren eigentlich auch nur hierhin gekommen wegen dem Fluggebiet Khao Den in der Nähe. In der Nähe heisst hier 30 Minuten Fahrt mit dem Motorroller. Phetchaburi ist aber die nächste grössere Stadt, die man mit dem Bus gut erreichen kann und wo man einfach Hotels findet. Wir hatten uns in einem günstigen Hotel in der Stadtmitte* einquartiert und einen Roller gemietet um einfach zum Landeplatz zu kommen.

 

 

Gleitschirmfliegen in Khao Den

Vorgängig hatten wir über die Facebook Gruppe Paragliding Thailand versucht Kontakt mit lokalen Piloten aufzunehmen. Immerhin hatten wir einen Schweden gefunden, der ein Auto besitzt und uns mit ihm für den nächsten Mittag beim Landeplatz verabredet.

 

Beim Morgenessen im Hotel lernten wir per Zufall Bob kennen. Er lief mit einem grossen Advance Rucksack an uns vorbei, darum sprachen wir ihn an. Er war gerade aus den USA hier angekommen und hatte auch noch keine Ahnung wie alles läuft.

 

Zusammen fuhren wir mit Hilfe von Google Maps zum Landeplatz. Dort trafen wir auf Åke, den Schweden, und seine Frau Anika. Er besitzt einen 4×4 Pick Up und fuhr uns damit auf den Berg. Dies war bei der schlechten Zufahrtsstrasse zum Startplatz auch nötig.

 

Falls man keine anderen Piloten findet mit denen man auf den Berg fahren kann, dann gibt es eine nette Frau, die einem für 1500 Baht (45 Euro) pro Tag mit ihrem Auto so oft rauf und runter fährt wie man will. Dies ist eine Pauschale, die sich alle anwesenden Piloten teilen können. Bei ihr sollte man auch die 100 Baht Gebühren pro Tag bezahlen. Diese sind für die Instandhaltung des Start und Landeplatzes.
Zwei verrückte Russen sind mit ihren kleinen Rollern bis auf den Berg gefahren, ich würde das aber niemandem empfehlen. Vor allem muss man dann, wenn man absäuft denn steilen Berg in der Hitze hinauf wandern.

 

Oben bot sich uns eine Aussicht über das trockene Land. Es wehte eine starke Brise. Wir waren schon etwas spät in der Saison für Khao Den (November-Februar) und das bedeutete oft starker Wind von Südwesten, etwas quer zur Startrichtung, und turbulente Bedingungen.

 

Trotzdem war es für uns nur an einem Tag zu stark zum fliegen. Sonst konnten wir uns immer gut halten und Höhe machen. Kleine Strecken entlang der Kante waren gut möglich, mehr aber nicht drin. Einmal versuchten Åke und ich unser Glück mit dem Wind in Richtung Westen, waren aber nach wenigen Kilometern gezwungen einer grossen Waldfläche auszuweichen. Da wir dazu Richtung Süden, gegen den starken Wind, fliegen mussten, standen wir schnell am Boden. Es wäre besser gewesen, soweit wie möglich der vorderen Kante in Richtung Norden zu folgen, um diesem Waldstück auszuweichen.

 

An einem Tag trafen wir auf eine Reisegruppe von 300 Peaks Paragliding. Die Typen sind sehr nett und gut organisiert. Normalerweise machen sie an vielen Orten Windenschlepps mit ihren Kunden, so müssen sie sich nicht um Startplätze und Zufahrtsstrassen kümmern. Ihre Preise sind aber ziemlich hoch! Mit 2100 Dollar für 11 Tage liegen sie definitiv nicht in unserem Budgetbereich.
Viele der anwesenden Piloten hatten das erste Mal mit so starken Winden zu kämpfen und so kam es, dass sich einige ihre Schirme beim Landen mehr oder weniger schlimm in die Bäume hängten. Viele Bäume und Büsche hatten beachtliche Stacheln, was die Befreiungsaktionen nicht angenehmer machte.

 

 

Was hat Phetchaburi sonst noch zu bieten?

Phetchaburi ist voll mit Tempeln und schönen, alten Teak Holz Häusern. Ein Spaziergang durch die Stadt lohnt sich sehr. Auch die Tempel auf dem Hügel mitten in der Stadt sind einen Besuch wert. Etwas ausserhalb gibt es einen Tempel in einer Höhle. Den sollte man besuchen, wenn die Sonne senkrecht steht und durch die Löcher in der Decke in die Höhle scheint. Achtung, es gibt ganze Banden von Strassenhunden und Affen auf dem Weg zum Tempel.

Der Kaeng Krachan Nationalpark liegt eine Stunde Fahrt von Phetchaburi entfernt. Er ist der grösste Nationalpark in Thailand. Es ist schwierig, ihn auf eigene Faust zu erkunden. Wir haben es versucht und sind gescheitert. Die Informationen im Internet sind dürftig und im Besucherzentrum beim Parkeingang gibt es keine Auskunft in englischer Sprache. Ein dürftiger englischer Flyer machte uns bewusst, wie gross der Park eigentlich ist und dass man wahrscheinlich besser mit einer Reisegruppe dort hin geht. Falls jemand sein Glück versuchen will, empfehlen wir sehr früh am Morgen beim Parkeingang zu sein und zu hoffen, dass man sich einen Ranger organisieren kann, der Englisch spricht. Wandern im Park ohne Führer ist nämlich nicht erlaubt.

Einmal wurden wir von Åke und Anika in ihr Haus am nahen Chao Samran Beach eingeladen. Der Strand um das Fischerdorf ist schön und wir genossen ein leckeres Essen mit viel Seafood und unseren Füssen im Sand.

 


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